v.l. : Weis, Latte, Hoss, Daniel, Stefan

 

Es begab sich im Herbste 1999, daß sich die drei unerschrockenen Mannen Hoss, Weis und Daniel dazu entschlossen, an der VHS einen Braukurs zu belegen, und damit nahm das Unheil seinen Lauf...

Schon zwei Wochen nach dem Kurs sollte das erste eigene Bier gebraut werden, und so wurden dann auch eiligst die notwendigen Utensilien beschafft.
In der Zwischenzeit stieß Latte als vierter im Bunde zu uns.

Das erste Brauen gestaltete sich ausgesprochen witzig. Aus Testgründen begannen wir mit einer Schüttung von "nur" 5kg Malz, und aus Mangel an geeigneten Örtlichkeiten brauten wir unter freiem Himmel (bei Temperaturen um den Gefrierpunkt), um dann nach etwa 12 Stunden (alleine 3 Stunden dauerte die Reinigung unseres Braukessels) die klägliche Menge von etwa 20 Liter Märzen zu bestaunen.
Tja, damals waren uns Begriffe wie Stammwürze noch nicht so ganz klar, und so hatte unser erstes Bier 'ne Stammwürze von etwa 16°P (und entsprechenden Alkoholgehalt ;) ). Natürlich war das Bier 2 Wochen nach der Endgärung schon getrunken, und das Ergebnis schmeckte nach mehr.

So brauten wir etwa 2 Wochen später wieder, nur diesmal mit 20kg Malz. Mittlerweile war noch Stefan als fünfter und ausgewiesener Kenner guten Bieres hinzugekommen. Doch auch diesmal wurde aus unserem Märzen eher ein Doppelbock, was aber keinen sonderlich ärgerte... Und natürlich war das Bier wieder vor seiner eigentlichen Reife weggesoffen.

Und so mußten wir 2 Wochen später wieder brauen. Wieder Märzen, diesmal aber nicht so stark und zum ersten Mal füllten wir den Großteil des Bieres in Fässer, was die Überlebensdauer des Gerstensaftes ungemein steigerte.

Dannach experimentierten wir mehr. Weg vom Märzen, hin zu anderen Köstlichkeiten. So gredenzten wir nach Weihnachten unser bisher Bestes: Irish Stout. Hinzu kamen noch Trappisten-Bier, Maibock (ja, wir brauen lieber etwas stärker ;) ). Später im Jahr gings mit Weizenbier weiter, und im Moment brauen wir relativ viel Pils (ja, obwohl Sommer ist).

Langsam aber sicher werden wir wohl demnächst das Ganze etwas technischer gestalten, und z.B. unsere Kühlboxen, die wir zum Maischen misbrauchen, durch 'nen eigenen Maischkessel ersetzen. Auch werden wir wohl endlich das Problem lösen, genug heißes Wasser zur richtigen Zeit zu haben, und unseren Maischvorgang komplett auf Infusions- oder Dekoktionsverfahren (im Moment maischen wir im 2-Maischverfahren) umstellen.


In diesem Sinne ... allzeit gut Sud!